Schulter

ANATOMIE
Die Schulter besteht aus 3 Gelenken, 1. die Verbindung vom Schlüsselbein zum Schulterdach, das ACG (Acromio/Clavicular-Gelenk), 2. das eigentliche Schultergelenk, die Verbindung vom Oberarmkopf zur Schulterpfanne des Schulterblattes, das Glenohumeralgelenk und 3. die Verbindung vom Schulterblatt zum Brustkorb/Rippen, das Scapulothorakalgelenk.
Zu den knöchernen Anteilen kommen noch die Gelenklippe (knorpelige Substanz), sowie Bänder zwischen den Knochen und Sehnen (Rotatorenmanschette) ,die über Muskeln den Arm und das Schulterblatt bewegen.

ERKRANKUNGEN
Jedes dieser Gelenke kann Ursache für Schmerzen in der Schulter sein, allerdings kann auch die Halswirbelsäule Schmerzen in der Schulter und dem Arm verursachen. Man unterscheidet ein zu steifes schmerzhaftes Schultergelenk von einem instabilen schmerzhaften Schultergelenk. Am häufigsten ist allerdings die Rotatorenmanschette für Beschwerden in der Schulter verantwortlich. Wenn zwischen Oberarmkopf und Schulterdach zu wenig Platz ist, dann wird die Rotatorenmanschette eingeklemmt (Impingement) und der Schleimbeutel gereizt, dies bereitet Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Häufig sind bei diesem Krankheitsbild auch nächtliche Schmerzen. Häufig findet sich auch Kalk in den Sehnen oder in dem Schleimbeutel.

VERLETZUNGEN
Die Verletzungen an der Schulter betreffen u.a. die verschiedenen knöchernen Anteile wie zum Beispiel Schlüsselbeinbruch, Oberarmkopfbruch, Schulterpfannenbruch oder aber Ausrenkung des ACG, oder Auskugelung des Glenohumeralgelenkes mit entsprechenden Verletzungen von Sehnen und Bändern.

THERAPIEN
Die Therapien umfassen einfache Schonung, Kühlen, Wärmen, eigenständige Übungen, Krankengymnastik (sehr spezifisch auf das jeweilige Krankheitsbild oder die Verletzung abgestimmt), über Spritzen bis hin zur Operation. Auch andere Therapien wie extrakorporale Stoßwellentherapie, Kinesiotape oder Akupunktur kommen recht häufig zur Anwendung.
Schon die eingehende Befragung des Patienten, auch nach seinem Arbeitsbild und seinen sportlichen Aktivitäten, geben Aufschluss über Ursache und Ausprägung der Beschwerden. Sehr spezialisierte Untersuchungen mit vielen funktionellen Testungen, sowie eine Ultraschalluntersuchung und ein Röntgenbild/MRT führen dann zur genauen Diagnose. Nach dieser Diagnose richtet sich dann die Therapieempfehlung. Aufgrund der vielen verschiedenen Krankheitsbilder und Diagnosen ist das Vorgehen auch ganz unterschiedlich - schon die Krankengymnastik der verschiedenen Krankheitsbilder unterscheidet sich grundlegend.

Diese Webseite verwendet Cookies. So können wir Ihnen das bestmögliche Nutzererlebnis bieten. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.